Aktuelle Ausgabe

Lehranstalt für Sozialberufe in Rottenmann: Der Arbeitsplatz ist im Voraus gesichert


Gemeinhin kennt sie der Volksmund noch immer als „Caritasschule“, die „Lehranstalt für Sozialberufe“ in Rottenmann.

Was vom Kaplan Franz Strobl 1952 als „hauswirtschaftliche Berufsschule“ gegründet wurde, entwickelte sich in sechs Jahrzehnten zu einer universellen Bildungseinrichtung, die inzwischen auch Burschen schätzen. Nach der Gründung bis 1975 als „Vorschule für Familie und Beruf“ geführt, zeigt die heutige Präsenz, dass den Bedürfnissen der Bevölkerung immer nachgegangen und das schulische Angebot adaptiert, erweitert und aktualisiert worden ist. Längst sind in dieser „katholischen Privatschule“ der Caritas der Diözese Graz-Seckau auch evangelische und muslimische SchülerInnen in den Klassen und eine Studierende aus Nepal bestätigt die Weltoffenheit des Hauses, dem auch ein Internat angeschlossen ist. Der Ruf der Schule, welcher weit über die Bezirksgrenzen hinausgeht, machte den Internatsbetrieb notwendig und sichert mit nun rund 250 Schülerinnen und Schülern auch die heimelige Struktur einer überschaubaren Einheit. Bei einem Kollegium von 33 Lehrkräften ist die enge Bindung zwischen Lehrkäften  und Schuljugend auch spürbar. Dir. Jürgen Jenecek, der die Schule seit 2005 leitet, und sein Lehrerkollegium stellen sich gerne neuen Herausforderungen. Die mehrfache Neugestaltung des Lehrplanes hat z.B. das Interesse von Burschen geweckt, einen Sozialberuf zu ergreifen. In allen Betreuungsberufen der Pflege, Alten- und Behindertenbetreuung fehlen tausende Fachkräfte. Die Anschlagtafel der Schule bestätigt mit vielen Angeboten aus nah und fern, dass sich Jugendliche nach erfolgreichem dreijährigen Schulbesuch keine Job-Sorgen machen müssen. Dir. Jenecek: “Allein im Bezirk gibt es 14 Pflegeeinrichtungen, privat oder vom Sozialhilfeverband betrieben, wo ständig neue Kräfte gesucht werden. Es steigt ja auch die Anzahl der zu Betreuenden.“ Für Caritas-Präsidenten Franz Küberl ist der Erfolg der Rottenmanner Schule verständlich. Neue Möglichkeiten der Ausbildung haben unter Jürgen Jenecek die Schülerzahl verdoppeln lassen. Das Fundament dazu, so der Direktor, sei aber schon mit den früheren LeiterInnen wie der legendären Frau Dir. Schnuderl gelegt worden und „der Prozess der Veränderung in der Ausbildung hört nie auf!“ Schließlich besteht auch die Möglichkeit im Anschluss z.B. in einer Krankenpflegeschule mit Maturaabschluss die Ausbildung fortzusetzen. Krankenhäuser, Volkshilfe, Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie sind erste Adressen für eine Anstellung. So hat eine Ennstalerin nach der Pensionierung die dreijährige Ausbildung zur Altenfachbetreuerin absolviert und ist heute eine wertvolle Teilzeit-Helferin in einem Pflegeheim. Nächstenliebe und Freude am Helfen hat eben kein Ablaufdatum.     W. Halasz




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